Gerhard Marquard► Ölbilder ► Papierbilder ► Zeichnungen Augsburger Strasse 20 86899 Landsberg am Lech info@gerhard-marquard.de Internet: www.gerhard-marquard.de Telefon: 08191 / 4 66 27 Mobil: 0177 / 62 780 21 |
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Tipps zur Malerei Zeichnen Mit Feder und Tusche Eine gute Zeichenfeder muss man nicht kaufen, man kann sie aus Schilfrohr mit drei einfachen Schnitten selbst herstellen. Der erste Schnitt schneidet das Rohr gerade ab. Wie beim Anschnitt eines Rosenstiels, wird beim zweiten Schnitt ca. 15 mm vom Ende in Längsrichtung etwa ein Drittel des Rohrs abgehoben. Ab der Mitte des abgeschnittenen Teils wird nun wiederum in einer leichten Kreisbewegung zum Rohrende hin rechts und links abgeschnitten. Eine Spitze entsteht. Beim Schneiden auf die Finger achten! Bei freiwachsendem Schilfrohr vor dem Schneiden die Erlaubnis einholen! Tuschzeichnung Das Ärgerliche beim Zeichnen mit Tusche ist, dass man jede falsch gezeichnete Linie genauso intensiv sieht, wie die exakt gezeichnete Linien. Hier hilft eine Methode aus dem Hochmittelalter: Man nimmt drei kleine Gefäße, z. B. Fingerhüte. Den ersten Fingerhut füllt man ganz mit Wasser, den zweiten halb und den letzten nur ein bisschen. Jetzt kommt die Tusche dazu. In den ersten Fingerhut einen oder zwei Tropfen Tusche, in den zweiten fünf bis zehn und in den letzten nach Bedarf. Die Vorzeichnung beginnt man mit dem ersten Fingerhut. Die Tinte ist so stark verdünnt, dass alle Linien gerade so sichtbar sind. Ist der Entwurf fertig, fährt man die gültigen Linien mit der Tinte aus dem zweiten Fingerhut nach. Mit der Tusche aus dem letzen Fingerhut setzt man die dunklen Schattenlinien ein. Gerade weil man die fehlerhaft gezeichneten Linien des ersten Entwurfs teilweise noch erkennen kann, wirkt diese Technik so interessant, locker und transparent. Viel Spaß beim Probieren. Immer viel Zeichnen, aber auf teurem Zeichenpapier ist man halt befangen. Wir lernen durch Fehler, aber wer will schon Fehler auf teurem Papier machen? Niemand, ich auch nicht. Fehler muss man sich eben leisten können. Mit einem Klemmbrett oder eine HDF-Platte als Unterlage und einen Packen Druckerpapier (500 Blatt) kann man seine zeichnerischen Versuche hemmungslos ausleben. Das Papier ist so billig, dass das Suchen nach zeichnerischen Möglichkeiten im Vordergrund steht und nicht die perfekte, fehlerlose Zeichnung. Der Anspruch etwas perfekt machen zu wollen, erwürgt jede Freude und damit auch die Kreativität. Wer viel Kann hat viele Fehler gemacht und daraus gelernt. Sind die fünfhundert Blatt aufgebraucht, sind auch viele Erfahrungen gesammelt. Lavierte Zeichnung Unkompliziert geht’s mit einem gewöhnlichen Schulfüller. Zur Übung einfach nur irgendetwas zeichnen, ein kleines Stillleben im Zimmer oder eine Blume im Garten. Dann mit einem nassen Aquarellpinsel über die fertige Zeichnung fahren. Da die Tinte wasserlöslich ist, werden die Rußpartikel aus der Tinte herausgewaschen. Es legt sich ein Hauch von Malerei über die Zeichnung. Sie wirkt so viel weicher, fast wie ein Aquarell. Diese Technik ist von Vorteil, wenn man unter Zeitdruck steht und von der Szenerie nur eine schnelle Skizze machen kann. Später kann man natürlich immer noch mit Aquarellfarben weitermalen. |
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